1.280 Kugeln Eis

Mit 1.280 Kugeln Schoko, Mango, Erdbeere, Straciatella, Cookies und Zitrone hat der Schulverein den Schülerinnen und Schüler zum Geburtstag ihrer Schule gratuliert.

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Konzeptionseckpunkte der Gemeinschaftsschule

Unser Grundverständnis

Erziehung und Bildung sind von Menschen für Menschen konzipiert. Das einzelne Kind steht im Mittelpunkt. So sind Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern gleichermaßen wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Bildungs- und Erziehungsarbeit. Wer kein Bild vom Menschen hat, kann auch nicht bilden. Wer bilden will, muss wissen, warum er so handelt und nicht anders. Die Frage nach dem Menschenbild, der Anthrophologie, ist dehalb auch der Schlüssel zu jedem pädagogischen Konzept.

 

Leitbild der Erziehung und Bildung unserer Schule ist das chriftliche Verständnis vom Menschen, das auch Grundlage unseres pädagogischen Konzeptes, dem Marchtaler Plan ist. Als Katholische Freie Schule beziehen wir Stellung für die christliche Sichtweise zum Menschsein.

Lernkultur

Die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule hat eine lange Tradition in der Auseinandersetzung mit Fragen von Lernkultur im Deutehorizont des Evangeliums und in der Gestaltung von Lernkultur im Rahmen des Marchtaler Plans. Sie versteht Lernkultur als etwas auf diesen Grundlagen Gewachsenes und sich stets Weiterentwickelndes. Diese Lernkultur durchdringt alle schulische Bereiche und findet in erster Linie Ausdruck im gegenseitigen Miteinander, das von Achtung und Rücksichtnahme geprägt ist. Dies gilt für alle mit der Schule verbundenen Menschen, für alle Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder. Um diese Lernkultur zu schützen, haben alle Mitglieder der Schulgemeinde eine tragende Vereinbarung.

Lernentwicklungsbegleitung

Aus der Tradition der Schule heraus wird der prozessuale Charakter der Leistung ebenso stark in den Blick genommen wie das Leistungsergebnis. Jedes Lernen ist in unserem Verständnis von daher schon eine zu würdigende Leistung unabhängig von ihrem Ergebnis. Anerkennung und Würdigung des Prozesses sind wesentliche Voraussetzungen für die Motivation, Lernfreude, Anstrengungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und letztlich auch für Lernerfolg und dauerhafte gute Lernentwicklung.

Eine sensible Begleitung des Lernwegs steht an unserer Schule im Mittelpunkt. Hierzu gehört grundsätzlich die Achtung vor der Lernleistung und eine sensible differenzierte Rückmeldung.

Die Schule setzt seit Jahren mit Eltern auf eine dialogische Praxis mit folgenden Eckpunkten:

- Ein längeres persönliches Gespräch zwischen Eltern und Lehrkraft ist verbindlich. In ihm werden Lernprozess, Leistungsstand und Leistungsentwicklung und Mitarbeit und Verhalten thematisiert.

- Entwicklungen und Probleme in der Schule oder im Elternhaus werden zwischen Lehrkräften und Erziehungsberechtigten sehr zeitnah besprochen. Es besteht für beide Seiten Informationspflicht. Im Bedarfsfall sind weitere Personen wie Schulleitung, Beratungslehrerin, Sozialpädagogin oder Therapeut/in in das Gespräch einzubeziehen.

- Alle Gespräche haben einen lösungsorientierten (keinen problemorientierten) Charakter und beteiligen die Betroffenen soweit möglich.

Rollenverständnis der Lehrkräfte

Die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule ist eine Schule in Trägerschaft eines Elternvereins. Dies hat auch Einfluss auf das Rollenverständnis der an der Schule beschäftigten Lehrkräfte. Schule und Elternhaus verstehen sich als Partner im Lern- und Erziehungsprozess der Kinder. Dies prägt die Sicht von Schule und Elternhaus zueinander.

Aus der pädagogischen Tradition des Marchtaler Plans sehen sich die Lehrkräfte insbesondere:

- als Vermittler von Bildung und Wissen, die den Anforderungen genügen, die heute an eine gute Schule zu stellen sind.

- im Dienst einer ganzheitlichen personalen und sozialen Erziehung, die die Entfaltung und Förderung der körperlichen und geistigen Anlagen, soziales Engagement und Mitarbeit in der Gesellschaft anstrebt.

- als sittlich-religiöse Erzieher, die vertraut machen mit der Botschaft Jesu Christi und die zum Glauben hinführen.

Lehrerkräfte und Erzieherinnen an unserer Schule vestehen sich nicht als "Einzelkämpfer", Zusammenarbeit auf allen schulischen Gebieten ist verankert: Der Unterricht wird auf der Grundlage von an der Schule geltenden Richtlinien auf Klassenstufenebene gemeinsam geplant und abgestimmt. Dies gilt auch für die Planung von Elternabenden und Klassenaktivitäten, für die Materialbeschaffung und Richtlinien der Leistungsbeurteilung.

Inklusion

Die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule sammelt seit Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der Integration behinderter Kinder. Die Aufnahme von Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichem sonderpädagogischen Förderbedarf, mit und ohne personelle Begleitung ist in den letzten Jahren fast zur Normalität geworden. die Erfahrungen auf diesem Gebiet sind überwigend positiv. Folgende Entwicklungsrichtlinien sollen künftig weiter gestärkt werden:

- Begleitung und Beratung bei der inklusionsorientierten Weiterentwicklung des Schulprofils

- Externe Prozessbegleitung für Lehrerteams, bei denen Kinder mit sonderpädagogischem Förderungsbedarf beschult werden.

- Austauschmöglichkeiten der inklusiv arbeitenden Lehrerteams untereinander

- Beratungs- und Qualifizierungsangebote zur Weiterentwicklung sonderpädagogischer Fachlichkeit in den Bereichen Diagnostik, Leistungsbeurteilung, Teamteaching und Elternarbeit.

Lernraumgestaltung

An der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule bieten Klassenzimmer eine lernanregende Atmosphäre. In ihnen stehen vielfältige Materialien für die individuelle Arbeit, Nachschlagewerke, Computer, Ablagemöglichkeiten und andere Lernhilfen in erforderlichem Umfang bereit. Die Einbeziehung von Gängen, Nebenräumen, Fachräumen als Stützpunkte und Lernecken sind gegeben.

Geplante Neubaumaßnahmen, mit Räumen in Klassenzimmer- und Gruppenraumgröße und entsprechend vorgelagerten Gangflächen, die als Arbeitsraum genutzt werden können, sollen das bestehende Raumangebot noch erweitern.

Lerngruppen

Schulen, die nach dem Marchtaler Plan arbeiten, messen der Rolle des Klassenlehrers eine hohe Bedeutung bei. Dies ist vor dem Hintergrund des Gedankens einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung zu sehen, die in ihrem Prozess die ganze Person in den Blick nimmt. Dies kann nach unserem Anspruch am besten durch eine Bezugsperson gewährt werden, zu der auf Grund ihrer hohen Präsenz auch eine Beziehung aufgebaut werden kann. Das Prinzip dieser verlässlichen Bezugsperson im Bildungs- und Erziehungsprozess soll auch im Rahmen einer Gemeinschaftsschule fortgesetzt werden.

Ganztagsschule

Geleitet wird der Ganztagesbetrieb von einem Tagheimleiter in Vollzeit. Gemeinsam mit der Schulleitung stellt er die Mitarbeiterinnen im Ganztagesbereich ein und organisiert Angebote und Abläufe im pädagogischen und hauswirtschaftlichen Bereich. Zudem hat er Aufgaben aus dem Bereich der Schulsozialarbeit und ist in die Ausbildungsförderung und gesamte berufliche Orientierung eingebunden.

Schülerinnen und Schüler sind an drei Tagen der Woche bis um 15:40 Uhr an der Schule. Die Ganztageschule versteht sich in ihrer Gesamtheit als Bildungsangebot. Die Inhalte des Unterrichts weden durch übende und vertiefende Maßnahmen erweitert und durch handwerkliche, sportliche und musische Angebote ergänzt. Ein gemeinsamer Mittagstisch und anschließende Mittagsfreizeitangebote bilden die pädagogisch wertvolle Nahtstelle zwischen Vormittag und Nachmittag. Die Gesamtkonzeption ist am Marchtaler Plan ausgerichtet. Lernwegbegleitung, individuelle Lernhilfen, musische Bildung und fundierte Ausbildungsförderungen haben durchgehend hohe Bedeutung. Kooperation mit außerschulischen Partnern aus Vereinen, Musikschule, soziale Einrichtungen und Wirtschaft ergänzen die unterrichtliche Arbeit.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Mittagessen gemeinsam in der Klasse bzw. Lerngruppe ein. Man beginnt gemeinsam zu essen und beendet das Mittagessen auch gemeinsam. Der korrekte Umgang mit den Lebensmitteln und eine gute Essensatmosphäre in der Schulmensa sind selbstverständlich.

Die Mittagsfreizeit (MFZ) findet von 12:30 - 14:00 Uhr statt. Sie beginnt für die Kinder und Jugendlichen, sobald sie die Mensa nach dem Mittagessen verlassen. Die Schüler können die vielfältigen Angebote für eine entspannende Freizeitgestaltung wahrnehmen. Die Schwerpunkte in der MFZ liegen in den Bereichen Sport, Kreativität, Lernmöglichkeit und sozialem Engagement. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind während dieser MFZ Ansprechpartner.

In den Klassenstufen 5 und 6 lernen alle ein Musikinstrument im Rahmen von Bläserklassen. Hierbei kooperiert die Schule eng mit der örtlichen Musikschule und veranstaltet unter anderem auch so genannte Kooperationskonzerte. Ab Klasse 7 entscheiden sich die Schüler für das Weiterspielen in der Schulband oder für das Fach Bildende Kunst. Gerade diese Angebote haben ein stark integrierendes und stärkendes Moment und ermöglichen Erfolge und Erlebnisse in Gemeinschaft über alle Unterschiedlichkeiten hinweg.

Alle Angebote sind so in den Schulalltag und die Schulwoche eingebunden, dass sich im Tagesverlauf und im Wochenverlauf eine pädagogisch vernünftige Rhythmisierung ergibt. Ein klares Netz aus Regeln und verlässliche Absprachen und enge Zusammenarbeit von allen schulischen Mitarbeitern sind für eine gute Ganztagesschule unerlässlich.

Kooperation mit dem SMG

Die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule und das Sankt-Meinrad-Gymnasium haben eine enge Kooperation geplant. Sie soll zum einen schulische Anschlüsse und Übergänge sichern und so zu einer größtmöglichen Durchlässigkeit beitragen. Zum anderen sollen die Lehrkräfte beider Schulen auch gegenseitig zum Einsatz kommen, um sich pädagogisch und fachlich auszutauschen und zu ergänzen. Ziel der Kooperation ist es, alle Schülerinnen und Schüler optimal auf ihrem Lernweg zu begleiten und zu einem für sie passenden Abschluss zu führen. Um für dieses Vorhaben eine tragfähige Basis zu schaffen, soll für beide Schulen ein gemeinsamer Schulträger begründet werden.

Weitere Informationen zum Sankt-Meinrad-Gymnasium finden Sie hier

Außerschulische Partner und Berufsorientierung

Schule ist auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern in verschiedenen Bereichen angewiesen, diese bereichern schulisches Arbeiten. Die Carl-Joseph-Leiprecht-Schule kooperiert zum einen mit Partnern aus der Wirtschaft, mit denen teilweise auch Partnerschaftsvereinbarungen bestehen und die für den berufsorientierenden Unterricht eine wichtige Rolle spielen. Ebenso bestehen Kooperationen mit örtlichen Vereinen, die sich in die Schule einbringen oder deren Einrichtungen und Fachkompetenzen wir nutzen können. Als Katholische Schule bieten sich auch die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden oder ihnen nahe stehenden Gruppen, die intensiv genutzt werden. Zudem bringt sich die Schule auch in Aktionen und Festen der Stadt oder anderer Organisationen aktiv ein.

An der Schule existiert ein einheitliches Konzept zur Berufsorientierung und Berufswegeplanung, das als Grundlage auch für die Gemeinschaftsschule fortgeschrieben werden kann.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind verschiedenen vernetzten Unterrichtseinheiten eingegliedert. Verwiesen sei an dieser Stelle exemplarisch auf Einheiten wie "Vom rechten wirtschaftlichen Handeln" (christliche Sozialprinzipien im weltwirtschaftlichen Geschehen, Fairer Handel) oder auf Einheiten wie "Gib der Hoffnung ein Gesicht - wir leben in der einen Welt" (Globalisierung, Klimaschutz, Bevölkerungsentwicklung, Weltfrieden).

Neben den direkten curricularen Anbindungen, finden sich weitere Elemente einer Bildung für nachhaltige Entwicklung:

- Die Schule ist aktiver Partner der Fairtrade-Stadt Rottenburg.

- Seit zwei Jahren beteiligt sich die Schule mit dem Projekt "NaturSchauSpiel" an einem Programm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung der Baden-Württemberg-Stiftung.

- Zu einer Schule in Niger besteht seit Jahren eine Partnerschaft. Produkte der dortigen Kooperative werden an der Schule verkauft.

- Der Schulträger hat im Rahmen des Programms "Sonne für Bildung" eine PV-Anlage installiert.

- Klassen der Schule beteiligen sich regelmäßig im Rahmen sozialer Projekte und Einrichtungen wie "Vesperkirche", "Rottenburger Tafel", "Weihnachten im Schuhkarton".

Feedback und Kooperation

Im Verständnis unserer Schulgemeinschaft sind Feedbackkultur und professionelle Kooperation Voraussetzung einerseits für gelingende Schulentwicklung und andererseits für die Bewältigung der zahlreichen großen und kleinen Probleme und menschlichen Konflikte im schulischen Alltag. Hierbei ist es uns ein Anliegen, dieses Verständnis nicht nur auf der Ebene der Mitarbeiterschaft zu pflegen, sondern dieses Verständnis in der gesamten Schulgemeinschaft auszubilden.

Schule als Gemeinschaft

Dass wir eine "starke" Schulgemeinschaft sind, ist Konsens bei Schülern, Mitarbeitern und Eltern gleichmaßen und wird als sehr wertvoll eingeschätzt. Begründet ist diese Gemeinschaft einerseits durch den Status als Privatschule in Elternträgerschaft und andererseits durch unterrichtliche und schulische Formen gemeinschaftlicher Erfahrungen, Rituale und Feiern auf allen Ebenen und über alle am Schulleben beteiligten Gruppen hinweg.

Die Gemeinschaft auf Klassenebene wird insbesondere durch den jeden Montag stattfindenden Morgenkreis in der ersten Unterrichtsstunde, durch den Klassenrat, die Klassenfeste und die Klassengottesdienste gestärkt. Gemeinsame Einschulungs- und Abschlussfeieren mit den zugehörigen Formen und Ritualen sind selbstverständlich.

Die wichtigste Erfahrung, dass Schule Gemeinschaft ist, wird jedoch täglich im Rahmen der Ganztageschule gemacht: Schüler unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Schularten, mit und ohne Handicap begegnen sich zum Essen, zum Spielen, zum Sport, zum Musik hören und Musik machen oder einfach auch nur zum "Chillen" und "Quatschen".

Als größtes Gemeinschaftsereignis findet jedes Jahr ein Schulfest mit über tausend Besuchern statt, zu der die gesamte Schulgemeinschaft eingeladen ist und zu dem auch ehemalige Schüler gern kommen und das von Mitarbeitern und Elternbeirat gemeinsam ausgerichtet wird.

Schüler- und Elternbeteiligung

Schüler haben die Möglichkeit sich auf verschiedenen Ebenen in der Schule zu beteiligen und sich einzubringen.

Klassenrat, Schülerrat, Schulkonferenz und Schulversammlung bilden den "parlamentarischen" Strang schulischer Beteiligungsmöglichkeit. Ergänzt wird dies durch "Ausschussarbeit" im Mensateam mit gewählten Mensasprechern.

Daneben gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen: hierzu bietet sich die Arbeit als Streitschlichter, als Schulsanitäter und ab Klasse 9 als Gruppenleiter an. Die Mitarbeit in allen drei Bereichen setzt eine entsprechende Ausbildung voraus. Die Schülerinnen und Schüler werden an den damit verbundenen Prozessen beteiligt.

Es ist für uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche auch alltägliche Aufgaben für die Gemeinschaft übernehmen.

In den Bereichen der gestaltenden Beteiligung gehört, dass alle durch ihr Musizieren in der Bläserklasse oder der Schulband verschiedene schulische Anlässe durch ihr Spiel bereichern oder sich durch künstlerische oder sportliche Aktivitäten in der Schulgemeinschaft beteiligen oder diese nach außen vertreten.

Die Elternbeteiligung ist eine zentrale Säule der Schule. Eltern bringen sich in vielfältiger Weise aktiv in die Schule ein. Neben den allgemeinen schulischen Beteiligungsgremien (Klassenpflegschaft, Elternbeirat, Schulkonferenz), sind Vorstand und Mitgliederversammlung zentrale Entscheidungsgremien an der Schule. Mögliche Änderungen im Blick auf Gemeinschaftsschule hin werden die Eltern als Träger der Schule selbst artikulieren und im Rahmen der "Satzung des Freien Katholischen Schulwerks Rottenburg e.V." und geltender Rechtsvorschriften umsetzen.